II Information Warfare Konferenz

Die Herausforderung der Cyber-Intelligenz für das italienische System: von der Unternehmenssicherheit zur nationalen Sicherheit

Die zweite Jahreskonferenz zur Informationskriegsführung, die im Oktober 2011 in Rom stattfand, brachte wie schon 2010 maßgebliche Vertreter aller strategischen Komponenten des italienischen Systems (Regierung, Streitkräfte, Nachrichtendienste, Polizei, Unternehmen, Finanzwesen, Hochschulen und wissenschaftliche Forschung) zusammen, um Themen wie Cybersicherheit, Cyberspionage und Cyberbedrohungen zu erörtern und die wichtigsten Präventions- und Gegenmaßnahmen, wie z. B. Cyberintelligenz, zu erläutern.

Die Nutzung elektronischer Hilfsmittel und des Internets ist heute alltäglich und wird von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung geteilt: Die Bedrohung wird daher „bereichsübergreifend“, da die Schwachstellen von Einzelpersonen ausgenutzt werden können, um an wichtige Informationen sowohl über Personen als auch über ihr soziales und berufliches Umfeld zu gelangen.

Die Konferenz soll zeigen, dass die Instrumente zur Bekämpfung der Cyber-Bedrohung stets aktuell und einsatzbereit sein müssen.

Auf dieser Konferenz gab es zwei Hauptthemen:

  • Vertiefung der Kenntnisse und Sensibilisierung der politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger des italienischen Systems für das Aufkommen neuer offensiver und defensiver Cyberwaffen, ihre künftige Entwicklung und die damit verbundenen beispiellosen Probleme für die Entscheidungsprozesse im Bereich der nationalen Sicherheit und des Privatsektors.
  • Experten und Analysten aus zivilen und militärischen Regierungsstellen, der Geschäfts- und Finanzwelt, Universitäten und wissenschaftlichen Forschungszentren sollen Ideen und Vorschläge zu folgenden Themen beisteuern:
      • die Entwicklung einer nationalen Cybersicherheitsstrategie für das italienische System;
      • die Einführung organisatorischer Neuerungen in der nationalen Entscheidungsarchitektur für die Sicherheit mit dem Ziel, deren Fähigkeiten sowohl zur Prävention als auch zur wirksamen und rechtzeitigen Reaktion auf mögliche Bedrohungen oder Cyber-Kriegsangriffe gegen lebenswichtige Interessen unseres Landes zu verbessern.

Die Konferenz wurde vom Universitätszentrum für strategische und internationale Studien der Universität Florenz, dem Link Campus University, dem Gino Germani Study Centre und dem Institute for Forecast Studies (ISPRI) in Zusammenarbeit mit Maglan Europe, einem führenden internationalennal in der Prüfung und Beratung für den zivilen, militärischen und behördlichen Informationsschutz.