III. Information Warfare Konferenz

Cyberwaffen und Entscheidungsfindung

Auf der dritten Jahreskonferenz über Informationskriegsführung, die im November 2012 in Rom stattfand, trafen sich maßgebliche Vertreter aller entscheidungsbefugten Komponenten des italienischen Systems (Regierung, Streitkräfte, Nachrichtendienste, Polizei, Wirtschaft, Finanzen, Hochschulen und wissenschaftliche Forschung), um Themen wie die Notwendigkeit der Entwicklung einer nationalen Cybersicherheitsstrategie und die Weiterentwicklung des OODA-Zyklus (observe, orientieren, entscheiden und handeln) angesichts der neuen Cyber-Bedrohungen, die im Gegensatz zu den traditionellen Bedrohungen „transversal“ sind, da sie die Schwachstellen von Einzelpersonen ausnutzen können, die sich oft nicht bewusst sind, was um sie herum geschieht, um öffentliche und private Ziele bis hin zu den höchsten Ebenen der staatlichen Organisation anzugreifen.

Die Konferenz richtete sich an ein qualifiziertes Publikum aus nationalen zivilen, militärischen und sicherheitspolitischen Einrichtungen, Unternehmen, Universitäten und Forschungszentren. Sie verfolgt zwei grundlegende Ziele:

  • Vertiefung der Kenntnisse und Sensibilisierung der politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger des italienischen Systems für das Aufkommen neuer offensiver und defensiver Cyberwaffen, ihre künftige Entwicklung und die damit verbundenen beispiellosen Probleme für die Entscheidungsprozesse im Bereich der nationalen Sicherheit und des Privatsektors.
  • Experten und Analysten aus zivilen und militärischen Regierungsstellen, der Geschäfts- und Finanzwelt, Universitäten und wissenschaftlichen Forschungszentren sollen Ideen und Vorschläge zu folgenden Themen beisteuern:
      • die Entwicklung einer nationalen Cybersicherheitsstrategie für das italienische System;
      • die Einführung organisatorischer Neuerungen in der nationalen Entscheidungsarchitektur für die Sicherheit mit dem Ziel, deren Fähigkeiten sowohl zur Prävention als auch zur wirksamen und rechtzeitigen Reaktion auf mögliche Bedrohungen oder Cyber-Kriegsangriffe gegen lebenswichtige Interessen unseres Landes zu verbessern.

Die Konferenz wurde vom Interfakultären Zentrum für strategische, internationale und unternehmerische Studien der Universität Florenz (CSSII), der Link Campus University, dem Studienzentrum „Gino Germani“ und dem Institut für Zukunftsforschung und internationale Forschung (ISPRI) in Zusammenarbeit mit Maglan Europe, einem führenden internationalen Prüfungs- und Beratungsunternehmen für den Schutz von Informationen im zivilen, militärischen und staatlichen Bereich, konzipiert.